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Energie & Förderung

MwSt-Ersparnis bei PV-Kauf nach Paragraph 12 Abs. 3 UStG

Berechne deine Mehrwertsteuer-Ersparnis durch den 0-Prozent-Steuersatz auf PV-Anlagen, Speicher und Wechselrichter.

Netto-Verkaufspreis ohne MwSt (so heute oeffentlich angeboten)

Nullsatz nur bis 30 kWp Anlagengroesse

Ergebnis
MwSt-Ersparnis
Vergleichspreis mit 19 Prozent MwSt (vor 2023)
Endpreis 2026 mit Nullsatz

Erklärung

Seit 1. Januar 2023 gilt fuer den Kauf, die Lieferung und die Installation von Photovoltaik-Anlagen ein Mehrwertsteuersatz von 0 Prozent (Nullsatz, Paragraph 12 Absatz 3 Umsatzsteuergesetz). Diese Regelung ist Teil des Jahressteuergesetzes 2022 und soll den Ausbau von Solarenergie beschleunigen. Vorher: 19 Prozent MwSt - eine 16.000 Euro Anlage kostete brutto 19.040 Euro. Heute: 0 Prozent MwSt - dieselbe Anlage kostet 16.000 Euro brutto - eine Ersparnis von 3.040 Euro. Voraussetzungen fuer den Nullsatz: 1. Die PV-Anlage hat eine installierte Bruttoleistung von maximal 30 Kilowatt-Peak (laut Marktstammdatenregister). 2. Die Anlage wird auf, an oder in der Naehe von Wohngebaeuden, oeffentlichen Gebaeuden (z. B. Schulen, Behoerden, Krankenhaeuser) oder Gebaeuden, die fuer dem Gemeinwohl dienende Taetigkeiten genutzt werden, installiert. 3. Wichtig: Bei Gebaeuden mit ueberwiegend gewerblicher Nutzung gilt der Nullsatz NICHT. Was ist beguenstigt: PV-Module, Wechselrichter, Batteriespeicher (auch nachtraeglich gekaufte), Montagesystem, Verkabelung, Einspeisezaehler, Wallbox (wenn zusammen mit PV gekauft und mit der Anlage verbunden), Installation und Inbetriebnahme, Erweiterungen und Reparaturen einer Bestandsanlage. NICHT beguenstigt: Reine Wartungsvertraege ohne Materialaustausch, Versicherungen, Finanzierungskosten. Wer profitiert: Privathaushalte (haupt-Zielgruppe), Vermieter mit Wohngebaeuden, oeffentliche Einrichtungen. NICHT direkt: Gewerbebetriebe mit eigener Halle - sie koennen aber als Vorsteuerabzugsberechtigte ohnehin die MwSt zurueckholen, sind also unter dem alten System gleichgestellt. Steuerliche Vereinfachung: Mit dem Nullsatz wird die alte Praxis 'Optieren auf Regelbesteuerung um Vorsteuer zurueckzubekommen' ueberfluessig. Frueher musste man als Anlagenbetreiber zur Umsatzsteuerpflicht optieren (5 Jahre Bindung), Vorsteuer zurueckholen und dafuer Eigenverbrauch versteuern. Heute: Kleinunternehmer-Regelung Standard, kein Vorsteuerabzug noetig (es faellt ja gar keine Vorsteuer an), kein Eigenverbrauchsversteuerung. Kombinierte Steuervorteile 2026: Nullsatz USt + Einkommensteuerbefreiung bis 30 kWp (Paragraph 3 Nr. 72 EStG seit 2022) + Gewerbesteuerbefreiung. Damit ist die PV-Anlage steuerlich neutralisiert, was die Buchhaltung enorm vereinfacht. Achtung: Der Nullsatz gilt fuer alle Zahlungen ab dem 1. Januar 2023 - bei Lieferungen vor diesem Datum greift das alte Recht. Nachtraegliche MwSt-Erstattung fuer Anlagen, die vor 2023 gekauft wurden, ist NICHT moeglich.

\text{Ersparnis} = \text{Netto} \cdot 0{,}19 \,\text{(falls Wohngebaeude und} \leq 30\text{ kWp)}

Häufige Fragen

Seit wann gilt der Nullsatz? +

Seit 1. Januar 2023 (Paragraph 12 Abs. 3 UStG). Lieferungen und Installationen ab diesem Datum sind mehrwertsteuerfrei - rueckwirkende Anwendung auf aeltere Anlagen ist NICHT moeglich.

Gilt der Nullsatz auch fuer Speicher? +

Ja - Batteriespeicher, Wechselrichter, Wallbox (in Verbindung mit PV) und alle Komponenten sind beguenstigt. Auch nachtraeglich gekaufte Speicher sind MwSt-frei, sofern sie an die PV-Anlage angeschlossen werden.

Welche Groessenbeschraenkung gibt es? +

Maximal 30 kWp installierte Bruttoleistung (laut Marktstammdatenregister). Bei groesseren Anlagen gilt der Nullsatz nicht - dann faellt 19 Prozent MwSt an.

Gilt der Nullsatz fuer Gewerbebetriebe? +

Nicht direkt - Gewerbebetriebe (mit ueberwiegend gewerblicher Nutzung) zahlen 19 Prozent MwSt, koennen sie aber als Vorsteuer zurueckholen. Effektiv also gleich teuer wie der Nullsatz.

Brauche ich noch eine Steuerbefreiung anzumelden? +

Nein - der Nullsatz gilt automatisch beim Kauf. Anmeldung im Marktstammdatenregister (MaStR) bleibt aber Pflicht. Frueher noetige Optionsantraege ans Finanzamt entfallen.

Was ist mit alten Anlagen vor 2023? +

Die alte Regelung gilt weiter - wer optiert hat, bleibt 5 Jahre gebunden. Nach Ablauf der Bindung kann zur Kleinunternehmer-Regelung gewechselt werden, ohne Eigenverbrauchsversteuerung.

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