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Energie & Förderung

Amortisation des Batteriespeichers berechnen

Berechne, ob und wann sich ein Batteriespeicher für deine PV-Anlage rechnet. Mit aktuellen Strompreisen und Einspeisevergütung 2026.

2026 typisch 700–1.000 €/kWh inkl. Installation

Faustregel: 200 kWh Mehr-Eigenverbrauch pro kWh Speicher

Ergebnis
Investitionskosten Speicher
Mehr-Ersparnis pro Jahr
Amortisation
Gewinn nach 15 Jahren

Erklärung

Ein Batteriespeicher verlagert PV-Strom vom Mittag in den Abend und steigert die Eigenverbrauchsquote von 25–35 % (ohne) auf 60–80 % (mit). Wirtschaftlich rechnet sich das nur, wenn der Mehrwert pro zusätzlich eigenverbrauchter kWh die Investition überwiegt. Berechnung: Speicherkosten ÷ (Mehr-Eigenverbrauch × Spread). Spread = Strompreis minus Einspeisevergütung. 2026 ca. 32 ct − 7,94 ct = 24 ct/kWh. Faustregel Mehrertrag: ca. 200 kWh zusätzlicher Eigenverbrauch pro kWh nutzbarer Speicherkapazität. Beispiel: 8-kWh-Speicher × 200 = 1.600 kWh/Jahr Mehrertrag × 0,24 € = 384 €/Jahr Mehrersparnis. Speicherkosten 8 × 850 € = 6.800 €. Amortisation 6.800 / 384 = 17,7 Jahre. Bei 15 Jahren Lebensdauer: knapp negativ. Bei 20 Jahren: kleiner Gewinn. Realität: Batteriespeicher 2026 sind wirtschaftlich grenzwertig. Sie amortisieren sich rechnerisch erst bei 700 €/kWh oder darunter und steigenden Strompreisen klar im Plus. Bei stagnierenden Strompreisen ist die Amortisation ähnlich der Speicher-Lebensdauer (15–20 Jahre). Trotzdem werden Speicher in 80 % aller Neu-Installationen verbaut – Hauptgründe: 1) Höhere Autarkie und Unabhängigkeit (psychologisch wertvoll), 2) Schutz vor steigenden Strompreisen, 3) Notstrom-Option bei Stromausfällen, 4) Möglichkeit zur Ergänzung mit Wallbox/Wärmepumpe. Faktoren, die Amortisation verkürzen: Hoher Eigenstromverbrauch (E-Auto, Wärmepumpe), steigende Strompreise (jedes ct mehr beschleunigt um 0,3–0,5 Jahre), niedrigere Speicherpreise. Faktoren, die Amortisation verlängern: Sinkende Einspeisevergütung (Speicher-Mehrertrag steigt), Speicher-Verschleiß. Achtung Verschleiß: Lithium-Eisenphosphat verliert ca. 1,5–2 % Kapazität pro Jahr. Nach 15 Jahren ca. 70–75 % Restkapazität. Im Rechner ohne Verschleißrechnung – realer Mehrertrag also 5–10 % geringer. Förderung 2026: Bundesweit keine Speicher-Förderung mehr. Bayern, NRW, BW und einzelne Stadtwerke fördern noch mit 500–3.000 €. Mit Förderung amortisiert der Speicher 2–4 Jahre schneller.

\text{Amortisation} = \frac{\text{Speicherkosten}}{\text{Mehr-Eigenverbrauch} \cdot (\text{Strompreis} - \text{Einspeisevergütung})}

Häufige Fragen

Wann amortisiert sich ein Speicher? +

2026 typisch 14–20 Jahre. Bei sinkenden Speicherpreisen, steigenden Strompreisen und größerem Mehr-Eigenverbrauch (E-Auto, Wärmepumpe) auch 10–14 Jahre.

Lohnt sich ein Speicher überhaupt? +

Wirtschaftlich grenzwertig. Argumente dafür: Autarkie, Notstrom, Schutz vor steigenden Strompreisen. Argumente dagegen: Lange Amortisation, Speicher altert. Viele Käufer entscheiden emotional, nicht rein wirtschaftlich.

Wie viel Mehr-Eigenverbrauch bringt der Speicher? +

Faustregel: ca. 200 kWh pro kWh nutzbarer Kapazität. 8-kWh-Speicher liefert ca. 1.600 kWh zusätzlichen Eigenverbrauch pro Jahr. Bei kleineren Anlagen oder hohem Verbrauch eher 250 kWh/kWh.

Was passiert mit dem Speicher nach 15 Jahren? +

Restkapazität ca. 70–80 %, weiter nutzbar. Wechselrichter-Tausch nach 12–15 Jahren oft nötig (1.500–3.000 €). Komplett-Tausch des Speichers nach 20–25 Jahren typisch.

Erhöht der Speicher die Versicherungskosten? +

Minimal. Wohngebäudeversicherung deckt PV+Speicher meist mit ab, ggf. Ergänzungsversicherung 50–150 €/Jahr für die gesamte PV-Anlage.

Lohnt sich ein größerer Speicher schneller? +

Nein, im Gegenteil. Mit zunehmender Größe sinkt der Mehrertrag pro zusätzlicher kWh – der Speicher entlädt sich an vielen Tagen nicht vollständig. Optimum bei 1 kWh/kWp PV oder 1× Tagesverbrauch.

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