Rohbau Kosten kalkulieren pro m² überbauter Fläche
Der Rohbau macht ca. 35–45 % der Hausbaukosten aus. Berechne die Kosten basierend auf überbauter Fläche und Bauweise.
Erklärung
Der Rohbau umfasst alle Arbeiten bis zum Aufrichten des Hauses einschließlich Dach: Erdarbeiten, Fundamente/Bodenplatte, Mauerwerk/Tragwerk, Geschossdecken, Dachstuhl, Eindeckung, Schornstein. Der Anteil an den Gesamtbaukosten beträgt typischerweise 35–45 %. Kennwerte 2026 pro m² BGF (Brutto-Grundfläche, also überbaute Fläche × Geschosse): Holzrahmenbau einfach: 700–800 €/m². Schnelle Bauzeit, aber begrenzte Wandstärke. Massiv Standard (Kalksandstein, Porenbeton, Beton): 900–1.000 €/m². Klassischer Bau, GEG-konform. Massiv KfW-40 (35 cm Wandaufbau, hochwertige Dämmung): 1.050–1.150 €/m². Massiv Premium (Klinker-Verblendung, Sonderwünsche, große Spannweiten): 1.250–1.400 €/m². Beispiel: 100 m² Grundfläche, 2 Vollgeschosse → 200 m² BGF, Massiv Standard, Satteldach → 200 × 950 € = 190.000 € Rohbau. Mit Vollkeller: + 350 €/m² Keller × 100 m² = 35.000 € → 225.000 € Rohbau. Dachform-Aufpreise: Pultdach (einfachste Form) -10 bis -15 %, Satteldach Referenz, Walmdach +10 bis +15 % (mehr Holz, komplexere Geometrie), Mansarddach/komplexe Dächer +20 bis +30 %. Gewerke im Rohbau: Erdarbeiten/Aushub (5–8 % des Rohbaus): Bodenplatte oder Keller ausheben, Verfüllung. Maurer/Beton (40–50 %): Mauerwerk Außen-/Innenwände, Stahlbetondecken, Treppen. Dachstuhl/Eindeckung (15–25 %): Holzkonstruktion, Ziegel/Dachsteine, Dämmung Oberste Geschossdecke. Putz/Estrich (8–12 %): Außenputz, Innenputz, Estrich. Sonstige (Schornstein, Fenster-Rohbauöffnungen, Spengler): 5–10 %. Tipp: Festpreis-Vertrag mit Generalunternehmer schließen, Bau- und Leistungsbeschreibung detailliert prüfen. Achtung bei 'Bauträger-Standard' – oft Mindestausführung. Schätzung. Verbindliche Angebote vom Bauunternehmer. Ohne Gewähr.
Häufige Fragen
Was kostet der Rohbau? +
2026 je nach Bauweise 750–1.300 €/m² BGF. Bei 200 m² BGF Massiv Standard ca. 190.000 €, KfW-40 ca. 220.000 €. Mit Vollkeller +30.000–50.000 €. Dach-Sonderformen +10–25 %.
Was gehört zum Rohbau? +
Erdarbeiten, Bodenplatte/Keller, Mauerwerk Außen-/Innenwände, Geschossdecken, Treppe (statisch), Dachstuhl mit Eindeckung, Schornstein, Außenputz. Nicht zum Rohbau: Innenputz oft Innenausbau, Estrich variiert, Fenster/Türen sind Innenausbau.
Massiv oder Holzrahmen? +
Massiv: höhere Wertbeständigkeit, bessere Schalldämmung, kühler im Sommer, langsamer Aufbau. Holzrahmen: schneller Aufbau (3–4 Monate), leichter, ökologischer, aber meist höhere Folgekosten bei Reparaturen. Preislich ähnlich bei vergleichbarer Qualität.
Wie hoch ist der Rohbau-Anteil? +
Typisch 35–45 % der reinen Hauskosten. Bei einfachen Häusern eher höher (40–45 %), bei Premiumausstattung niedriger (30–35 %, weil Innenausbau dort teurer ist). Restkosten verteilen sich auf Innenausbau, Sanitär, Elektro, Heizung.
Eigenleistung beim Rohbau? +
Begrenzt sinnvoll: kleinere Arbeiten wie Innenwände setzen, Verfüllung, einfache Maurerarbeiten unter Anleitung. Statisch relevante Arbeiten (Decken, Tragwände, Fundamente) müssen Profis machen. Versicherungs- und Garantierisiko bedenken.
Kosten-Treiber im Rohbau? +
Komplexe Dachformen (+10–25 %), unregelmäßige Grundrisse, große Glasflächen (Sturzträger), Erker, Balkone als Auskragungen, schwieriger Baugrund (Bohrpfähle), tiefer Vollkeller mit weißer Wanne.
Ist das Ergebnis verbindlich? +
Nein, Schätzung mit Marktkennwerten. Reale Kosten hängen von Region (Süddeutschland teurer als Norden), Bauweise, Geometrie, Baugrund ab. Verbindlich nur Festpreis-Angebote vom Bauunternehmen. Ohne Gewähr.