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Finanzen

Private Rentenversicherung: aufgeschoben oder sofort beginnend

Berechne deine private Rentenversicherung 2026: aufgeschoben (Sparen + Rente) oder sofort beginnend (Einmalzahlung gegen lebenslange Rente).

Je nach Anbieter und Lebenserwartung – 25–35 üblich für 65-jährige Männer

Ergebnis
Kapital zu Rentenbeginn
Lebenslange Monatsrente
Selbst eingezahlt
Break-Even (Jahre Rente bis Einsatz wieder drin)

Erklärung

Die private Rentenversicherung (kurz 'PRV') ist eine ungeförderte private Altersvorsorge. Im Gegensatz zu Riester und Rürup gibt es keine staatlichen Zulagen oder Sonderausgaben­abzug, dafür aber maximale Flexibilität. Zwei Varianten: 1) Aufgeschobene PRV: Während der Sparphase werden monatliche Beiträge eingezahlt und verzinst. Zum Rentenbeginn kann gewählt werden zwischen Kapitalauszahlung (oder Teilauszahlung) und lebenslanger Rente. 2) Sofortrente: Einmalzahlung gegen lebenslange Monatsrente ab sofort. Geeignet z. B. für Erbschaft, Hausverkauf, Lebensversicherungs-Auszahlung im Alter. Rentenfaktor: Wichtigste Kennzahl. Gibt an, wie viele Euro lebenslange Monatsrente du pro 10.000 € Kapital bekommst. 2026 üblich für 65-Jährige Männer: 25–35 €. Frauen leben länger → niedrigerer Rentenfaktor (oft 23–32 €). Achtung: Unisex seit 2012 Pflicht – Anbieter müssen für Männer und Frauen denselben Tarif anbieten. Steuerliche Behandlung: Kapitalauszahlung: Halbeinkünfteverfahren bei 12+ Jahren Laufzeit und Auszahlung ab 62 (für Verträge ab 2012; davor 60). Konkret: Erträge zur Hälfte mit persönlichem Steuersatz steuerpflichtig. Rentenauszahlung: Nur Ertragsanteil steuerpflichtig (mit persönlichem Steuersatz). Ertragsanteil 2026 für Renten ab 65: 18 %. Beispiel: 1.000 € Monatsrente, Ertragsanteil 18 %, persönlicher Steuersatz 25 % → 45 € Steuer/Monat. Vorteile: Steuerlich attraktiver als Sparbuch oder ETF (im Vergleich zur 25 % Abgeltungssteuer). Lebenslange Rente schützt vor Langlebigkeitsrisiko. Fondsgebundene Varianten: Renditechancen wie ETF-Sparplan plus Rentenoption. Kapitalwahlrecht in der aufgeschobenen Variante – im Alter entscheiden. Nachteile: Hohe Abschluss- und Verwaltungskosten klassischer Tarife (Stiftung Warentest fand 2024: nur ca. 30 % der Tarife empfehlenswert). Niedriger Garantiezins (0,25 % seit 2022). Bei früh­zeitigem Tod oft Kapital weg (außer Rentengarantiezeit oder Beitragsrückgewähr vereinbart). Inflation: Nominale Renten verlieren über 30 Jahre stark an Kaufkraft. Tipp: Honorarberater oder Verbraucherzentrale befragen, nicht Provisionsverkäufer. Nettotarife (ohne Provision) bevorzugen. Vor Abschluss Effektivkostenquote (ECR) prüfen – unter 1 % p.a. ist gut, über 2,5 % schlecht. Vereinfachte Schätzung. Ohne Gewähr.

\text{Monatsrente} = \frac{\text{Kapital}}{10000} \cdot \text{Rentenfaktor}

Häufige Fragen

Aufgeschoben oder Sofortrente? +

Aufgeschoben: monatlich sparen, später Rente. Sofortrente: einmalig zahlen, sofort lebenslang Rente. Beide steuerlich begünstigt im Vergleich zu ETF.

Was ist der Rentenfaktor? +

€ lebenslange Monatsrente pro 10.000 € Kapital. 2026 üblich 25–35 €. Bei 100.000 € Kapital und Faktor 30 = 300 € Monatsrente lebenslang.

Wie wird die private Rente besteuert? +

Rente: Nur Ertragsanteil (18 % bei Beginn 65) mit persönlichem Steuersatz. Kapital: Halbeinkünfteverfahren bei 12+ Jahre/ab 62 – günstiger als 25 % Abgeltungssteuer.

Was passiert bei Tod? +

Während Sparphase: Erben bekommen Kapital. Nach Rentenbeginn: Rente endet (außer Rentengarantiezeit vereinbart, üblich 5–15 Jahre).

Was sind versteckte Kosten? +

Abschluss-/Vertriebskosten (oft 4–6 % der Beitragssumme), laufende Verwaltung (1–3 % p.a.), Fondskosten. Effektivkostenquote (ECR) unter 1 % gut, über 2,5 % schlecht.

Kann ich kündigen? +

Ja, in der Sparphase. Aber: Rückkaufswert oft deutlich niedriger als eingezahlte Beiträge in den ersten Jahren (Zillmerung). Beitragsfrei stellen ist meist besser.

Sind die Werte verbindlich? +

Nein – Vereinfachte Schätzung. Realer Rentenfaktor garantiert, aber oft niedriger als prognostiziert. Renditen variieren. Ohne Gewähr.

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