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Finanzen

Fondsgebundene Rente: Renditechance + Rentengarantie

Berechne die fondsgebundene Rentenversicherung 2026: ETF-Sparplan in Versicherungsmantel + lebenslanger Rentengarantie.

MSCI World langfristig 7-8 %, Mischfonds 4-5 %

Im Vertrag ausgewiesen. Unter 1 % top, über 2 % schlecht.

Ergebnis
Voraussichtliches Endkapital
Selbst eingezahlt
Lebenslange Rente bei Wahl
Renditeverlust durch Kosten p.a.

Erklärung

Die fondsgebundene Rentenversicherung (FRV) verbindet das Renditepotenzial von Investmentfonds (besonders ETFs) mit dem Versicherungsmantel und der Option auf eine lebenslange Rente. Funktionsweise: Statt Garantiezins werden die Beiträge in vom Versicherten gewählte Fonds (Aktienfonds, ETFs, Mischfonds) investiert. Es gibt keinen Garantiezins, dafür volle Marktteilnahme. Effektivkostenquote (ECR): Die wichtigste Kennzahl. Gibt an, wie viel Rendite p.a. durch Kosten (Abschluss, Verwaltung, Fondskosten) verloren geht. Bei guten Verträgen 0,5–1,2 % p.a., bei schlechten 2,5–4 % p.a. Bei 6 % Bruttorendite und 1,2 % ECR bleiben 4,8 % netto. Bei 6 % und 3 % ECR nur 3 %. Über 30 Jahre macht das den Unterschied zwischen 200.000 € und 110.000 € Endkapital. Vorteile gegenüber ETF-Sparplan: 1) Steuerstundung in Sparphase (keine Vorabpauschale, kein Rebalancing löst Steuer aus). 2) Halbeinkünfteverfahren bei Kapitalauszahlung (Erträge zur Hälfte mit persönlichem Steuersatz – meist günstiger als 25 % Abgeltungssteuer wenn Steuersatz <50 %). 3) Optional: lebenslange Rente garantiert (Schutz vor Langlebigkeitsrisiko). 4) Erbrechtlich teils bevorzugt. Nachteile: Kosten höher als reiner ETF-Sparplan (auch ein guter Tarif liegt bei ECR 0,8–1,2 %, ein direkter ETF-Sparplan bei 0,2–0,5 %). Geringere Flexibilität. Garantierter Rentenfaktor oft mickrig (20–25 € pro 10.000 € → bei 200.000 € nur 400–500 € Rente, also Verzinsung knapp über 0 %). Auswahl der Fonds beschränkt auf Anbieterliste. Empfehlung: Nur Nettotarife (ohne Abschlussprovision) wählen, etwa über Honorarberater (Aufpreis ca. 1.500–3.000 € einmalig, aber spart langfristig 5.000–20.000 €). Nur ETFs als Anlage wählen (keine teuren Aktienfonds). Effektivkostenquote unter 1,2 % anstreben. Wer voll auf ETF setzen will: ETF-Sparplan im Depot meist effizienter. Wer sich den lebenslangen Rentenschutz wünscht und einen niedrigen Steuersatz im Alter erwartet: FRV interessant. Tipp: Ab 60-Jährigen lohnt FRV oft nicht mehr (zu kurze Laufzeit, hohe Anfangskosten). Bei langer Laufzeit (25+ Jahre) und gutem Tarif aber sinnvoll für Kapital + Rentenoption. Vereinfachte Schätzung. Reale Renditen schwanken. Ohne Gewähr.

K = \sum_{k=1}^{n} m \cdot (1+i_{netto})^{n-k}, \quad i_{netto} = i_{Fonds} - \text{ECR}

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zur klassischen LV? +

Klassiker: Garantiezins 0,25 % + Überschüsse. FRV: Volle Fondsteilnahme, keine Garantie, dafür Renditechancen wie ETF (langfristig 5–7 %).

Was ist die Effektivkostenquote? +

ECR – Renditeverlust pro Jahr durch Kosten. Im Vertrag ausgewiesen (§ 7 VVG). Unter 1 % gut, 1–2 % mittel, über 2 % schlecht.

Lohnt sich FRV gegenüber ETF-Sparplan? +

Nur bei langer Laufzeit (25+ Jahre), hohem Steuersatz heute und niedrigerem Steuersatz im Alter. Sonst meist ETF-Sparplan effizienter.

Was ist der Rentenfaktor? +

Wandlungsrate Kapital → lebenslange Monatsrente. Üblich 25–35 €/10.000 €. Bei 200.000 €: 500–700 € Monatsrente bis zum Tod.

Wie wird die Auszahlung besteuert? +

Kapital: Halbeinkünfteverfahren (Erträge zu 50 % mit persönlichem Steuersatz, ab 12 Jahre Laufzeit / Alter 62+). Rente: Nur Ertragsanteil 18 % bei Beginn 65.

Kann ich die Fonds wechseln? +

Ja, kostenlos meist 1-4× pro Jahr. Kein steuerliches Problem (Vorteil zum Depot, wo Wechsel = Veräußerung = Steuer).

Sind die Werte verbindlich? +

Nein – Vereinfachte Schätzung. Fondsrenditen schwanken. Garantien beschränkt auf Rentenfaktor. Ohne Gewähr.

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