Fondsgebundene Rente: Renditechance + Rentengarantie
Berechne die fondsgebundene Rentenversicherung 2026: ETF-Sparplan in Versicherungsmantel + lebenslanger Rentengarantie.
Erklärung
Die fondsgebundene Rentenversicherung (FRV) verbindet das Renditepotenzial von Investmentfonds (besonders ETFs) mit dem Versicherungsmantel und der Option auf eine lebenslange Rente. Funktionsweise: Statt Garantiezins werden die Beiträge in vom Versicherten gewählte Fonds (Aktienfonds, ETFs, Mischfonds) investiert. Es gibt keinen Garantiezins, dafür volle Marktteilnahme. Effektivkostenquote (ECR): Die wichtigste Kennzahl. Gibt an, wie viel Rendite p.a. durch Kosten (Abschluss, Verwaltung, Fondskosten) verloren geht. Bei guten Verträgen 0,5–1,2 % p.a., bei schlechten 2,5–4 % p.a. Bei 6 % Bruttorendite und 1,2 % ECR bleiben 4,8 % netto. Bei 6 % und 3 % ECR nur 3 %. Über 30 Jahre macht das den Unterschied zwischen 200.000 € und 110.000 € Endkapital. Vorteile gegenüber ETF-Sparplan: 1) Steuerstundung in Sparphase (keine Vorabpauschale, kein Rebalancing löst Steuer aus). 2) Halbeinkünfteverfahren bei Kapitalauszahlung (Erträge zur Hälfte mit persönlichem Steuersatz – meist günstiger als 25 % Abgeltungssteuer wenn Steuersatz <50 %). 3) Optional: lebenslange Rente garantiert (Schutz vor Langlebigkeitsrisiko). 4) Erbrechtlich teils bevorzugt. Nachteile: Kosten höher als reiner ETF-Sparplan (auch ein guter Tarif liegt bei ECR 0,8–1,2 %, ein direkter ETF-Sparplan bei 0,2–0,5 %). Geringere Flexibilität. Garantierter Rentenfaktor oft mickrig (20–25 € pro 10.000 € → bei 200.000 € nur 400–500 € Rente, also Verzinsung knapp über 0 %). Auswahl der Fonds beschränkt auf Anbieterliste. Empfehlung: Nur Nettotarife (ohne Abschlussprovision) wählen, etwa über Honorarberater (Aufpreis ca. 1.500–3.000 € einmalig, aber spart langfristig 5.000–20.000 €). Nur ETFs als Anlage wählen (keine teuren Aktienfonds). Effektivkostenquote unter 1,2 % anstreben. Wer voll auf ETF setzen will: ETF-Sparplan im Depot meist effizienter. Wer sich den lebenslangen Rentenschutz wünscht und einen niedrigen Steuersatz im Alter erwartet: FRV interessant. Tipp: Ab 60-Jährigen lohnt FRV oft nicht mehr (zu kurze Laufzeit, hohe Anfangskosten). Bei langer Laufzeit (25+ Jahre) und gutem Tarif aber sinnvoll für Kapital + Rentenoption. Vereinfachte Schätzung. Reale Renditen schwanken. Ohne Gewähr.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zur klassischen LV? +
Klassiker: Garantiezins 0,25 % + Überschüsse. FRV: Volle Fondsteilnahme, keine Garantie, dafür Renditechancen wie ETF (langfristig 5–7 %).
Was ist die Effektivkostenquote? +
ECR – Renditeverlust pro Jahr durch Kosten. Im Vertrag ausgewiesen (§ 7 VVG). Unter 1 % gut, 1–2 % mittel, über 2 % schlecht.
Lohnt sich FRV gegenüber ETF-Sparplan? +
Nur bei langer Laufzeit (25+ Jahre), hohem Steuersatz heute und niedrigerem Steuersatz im Alter. Sonst meist ETF-Sparplan effizienter.
Was ist der Rentenfaktor? +
Wandlungsrate Kapital → lebenslange Monatsrente. Üblich 25–35 €/10.000 €. Bei 200.000 €: 500–700 € Monatsrente bis zum Tod.
Wie wird die Auszahlung besteuert? +
Kapital: Halbeinkünfteverfahren (Erträge zu 50 % mit persönlichem Steuersatz, ab 12 Jahre Laufzeit / Alter 62+). Rente: Nur Ertragsanteil 18 % bei Beginn 65.
Kann ich die Fonds wechseln? +
Ja, kostenlos meist 1-4× pro Jahr. Kein steuerliches Problem (Vorteil zum Depot, wo Wechsel = Veräußerung = Steuer).
Sind die Werte verbindlich? +
Nein – Vereinfachte Schätzung. Fondsrenditen schwanken. Garantien beschränkt auf Rentenfaktor. Ohne Gewähr.