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Finanzen

Rente mit 63: Abschlagsrechner – wie viel kostet Frührente?

Berechne wie viel dich Rente mit 63 (oder anderer Frührente) kostet: 0,3 % Abschlag pro Monat vor der Regelaltersgrenze – lebenslang.

Steht in deiner DRV-Renteninformation

Bestimmt deine Regelaltersgrenze. Ab 1964: 67 Jahre.

Ergebnis
Abschlag in Prozent
Monate vor Regelalter
Rente ohne Abschlag
Rente mit Abschlag
Geschätzter Lebensverlust (bis 85)

Erklärung

Wer früher in Rente geht als zur Regelaltersgrenze, zahlt einen lebenslangen Abschlag von 0,3 % pro Monat (3,6 % pro Jahr) auf die Bruttorente. Maximaler Abschlag: 14,4 % bei 4 Jahren Frührente. Regelaltersgrenze: Stufenweise von 65 (Jahrgang ≤1946) bis 67 (Jahrgang ≥1964). Beispiel-Jahrgänge: 1958 → 66, 1961 → 66+6, 1964+ → 67. Für die Altersrente für langjährig Versicherte (35 Versicherungsjahre) ist Frührente ab 63 möglich, aber mit Abschlag. Wer Jahrgang 1964 ist und mit 63 in Rente geht, hat 4 Jahre × 12 Monate × 0,3 % = 14,4 % Abschlag. Bei 1.500 € Bruttorente bedeutet das lebenslang 216 € weniger pro Monat = 2.592 € pro Jahr = bei 20 Jahren Rentenbezug 51.840 €. Ausnahme: Besonders langjährig Versicherte (45 Beitragsjahre inkl. Pflichtbeitragszeiten, Kindererziehung, ALG-I-Bezug bei Insolvenz max. 24 Monate) können abschlagsfrei mit 63 (Jahrgang ≤1952) bis 65 (Jahrgang 1964+) in Rente. Schwerbehinderte mit GdB ≥50: Frührente bereits ab 62 mit reduziertem Abschlag oder ab 65 abschlagsfrei. Strategien gegen den Abschlag: 1) Ausgleichszahlung – einmalige Sonderzahlung gegen Abschlag (steuerlich teils absetzbar). 2) Teilrente: Erst Teilrente, parallel weiter arbeiten und Punkte sammeln. 3) Spätrente: Bis zu 14 % zusätzliche Punkte durch verspäteten Renteneintritt + 0,5 % Zuschlag pro Monat. Achtung: Hinzuverdienstgrenzen sind seit 2023 abgeschafft – Frühr-Rentner dürfen unbegrenzt dazuverdienen, ohne dass die Rente gekürzt wird. Steuerlich kann das aber teuer werden, da das Gesamteinkommen steuerpflichtig wird. Tipp: Ab 55 unbedingt DRV-Beratung in Anspruch nehmen (kostenlos in jeder Auskunfts- und Beratungsstelle), um die optimale Strategie zu finden. Vereinfachte Schätzung. DRV-Bescheid maßgeblich. Ohne Gewähr.

\text{Abschlag} = 0{,}3\% \cdot \text{Monate vor Regelalter}

Häufige Fragen

Wie hoch ist der Abschlag bei Rente mit 63? +

0,3 % pro Monat vor der Regelaltersgrenze. Bei Jahrgang 1964 (Regelalter 67) sind das 4 Jahre × 12 × 0,3 % = 14,4 % Abschlag, lebenslang.

Wer kann ohne Abschlag mit 63 in Rente? +

Besonders langjährig Versicherte mit 45 Beitragsjahren – Jahrgang ≤1952 mit 63, Jahrgang 1964+ erst mit 65. Pflichtbeitragszeiten, Kindererziehung, max. 24 Monate ALG-I-Bezug zählen mit.

Lohnt sich Rente mit 63 trotz Abschlag? +

Mathematisch: Break-even gegen Regelaltersrente meist bei 78–82 Jahren. Wer länger lebt, fährt mit Regelrente besser. Wer eher stirbt oder lieber Lebenszeit nutzt: Frührente gewinnt.

Kann ich neben Frührente arbeiten? +

Ja, seit 2023 Hinzuverdienstgrenzen abgeschafft. Voll-Rente trotz Vollzeitjob möglich. Nur Erwerbsminderungsrenten haben weiter Grenzen (17.823 €/Jahr 2026 bei voller EM).

Kann ich den Abschlag ausgleichen? +

Ja, durch Ausgleichszahlung an die DRV (einmalig oder in Raten). Ab 50 möglich. Steuerlich als Sonderausgaben abzugsfähig im Rürup-Rahmen (max. 28.960 € 2026).

Wann macht Frührente steuerlich Sinn? +

Wenn andere Einkünfte gering. Renteneintritt 2026 = 84 % steuerpflichtig. Bei zusätzlichem Job kann Steuersatz teuer werden. Vor Wechsel mit Steuerberater rechnen.

Sind die Werte verbindlich? +

Nein – Vereinfachte Schätzung. Regelaltersgrenze, Versicherungszeiten und Sonderfälle individuell. DRV-Bescheid maßgeblich. Ohne Gewähr.

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