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Mathematik

Normalverteilung: z-Wert und P(X ≤ x)

Berechne den z-Wert und die kumulative Wahrscheinlichkeit P(X ≤ x) für eine Normalverteilung mit Mittelwert μ und Standardabweichung σ.

Ergebnis
z-Wert
P(X ≤ x)
P(X > x)
P(|X − μ| ≤ |x − μ|)

Erklärung

Die Normalverteilung ist die wichtigste Wahrscheinlichkeitsverteilung – die berühmte Glockenkurve. Sie tritt überall auf, wo viele kleine, unabhängige Einflüsse zusammenwirken (zentraler Grenzwertsatz): Körpergröße, Messfehler, IQ-Werte, viele biologische und physikalische Größen. Eine Normalverteilung ist durch zwei Parameter vollständig bestimmt: - Mittelwert μ (Lage) - Standardabweichung σ (Breite) Der z-Wert (Standardisierung) misst, wie viele Standardabweichungen ein Wert vom Mittelwert entfernt ist: z = (x − μ) / σ. Damit lässt sich jede Normalverteilung auf die Standardnormalverteilung N(0, 1) zurückführen. Die Verteilungsfunktion Φ(z) gibt die Wahrscheinlichkeit P(Z ≤ z) an. Da sie nicht in geschlossener Form berechenbar ist, nutzt man Tabellen oder Approximationen wie die Funktion erf (error function). 68-95-99,7-Regel: - P(μ − σ ≤ X ≤ μ + σ) ≈ 68 % - P(μ − 2σ ≤ X ≤ μ + 2σ) ≈ 95 % - P(μ − 3σ ≤ X ≤ μ + 3σ) ≈ 99,7 % Beispiel IQ: μ = 100, σ = 15. Wie wahrscheinlich ist ein IQ ≥ 130? z = (130 − 100)/15 = 2. P(Z ≥ 2) ≈ 2,28 %. Etwa 2 % der Bevölkerung haben einen IQ über 130. Anwendungen: Qualitätskontrolle (Six Sigma), Risikomanagement, Medizin (Referenzwerte für Laborbefunde), Finanzmathematik (Risiko, Black-Scholes), Psychologie (Tests), Industrie (Toleranzen). Wichtige Eigenschaften: Symmetrisch um μ, Maximum bei x = μ, Wendepunkte bei μ ± σ. Summen normalverteilter Variablen sind wieder normalverteilt – das macht sie mathematisch besonders handhabbar.

z = \frac{x - \mu}{\sigma}, \quad \Phi(z) = \frac{1}{\sqrt{2\pi}} \int_{-\infty}^{z} e^{-t^2/2}\,dt

Häufige Fragen

Was ist der z-Wert? +

Die standardisierte Abweichung vom Mittelwert in Standardabweichungen: z = (x − μ) / σ. Damit lassen sich verschiedene Normalverteilungen vergleichbar machen.

Was bedeutet Φ(z)? +

Die Verteilungsfunktion der Standardnormalverteilung. Φ(z) = P(Z ≤ z) – also die Fläche unter der Glockenkurve bis z.

Wann darf ich Normalverteilung annehmen? +

Wenn die Daten symmetrisch und glockenförmig sind. Statistische Tests prüfen das (Shapiro-Wilk, Q-Q-Plot). Viele Größen sind durch den zentralen Grenzwertsatz approximativ normalverteilt.

Was ist die Standardnormalverteilung? +

Eine Normalverteilung mit μ = 0 und σ = 1, oft als Z bezeichnet. Tabellen liefern Werte für Φ(z).

Wofür braucht man die Normalverteilung im Alltag? +

Für Wahrscheinlichkeitsaussagen über Messdaten, Notenverteilungen, Toleranzen in der Produktion, Risikobewertung, klinische Referenzwerte.

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